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Gin-Abobox Februar 2015

Der Gin ist in! Nachdem jahrzehntelang der Vodka den Gin aus den Regalen der Spirituosenfachmärkte und Backboards der Szenebars verdrängt hatte und Spirituosenliebhaber fast ausschließlich Whisk(e)y sammelten und verkosteten, gibt es mittlerweile wieder eine beachtliche Anzahl an interessanten Gins zu entdecken. Nur ein Hype? Keineswegs. Durch die geringeren gesetzlichen Beschränkungen hinsichtlich der Herstellungsweise von Gin und einer Rückbesinnung auf Cocktailklassiker sowie dem Trend zu “kleinen aber feinen” regionalen Herstellern bietet Gin eine hohe Bandbreite an Geschmacksrichtungen und viele Experimentiermöglichkeiten, die langfristig Gefallen finden.

Ab unserer ersten Gin-Abobox stellen wir euch diese Vielfalt vor. Zunächst stellen wir einen klassischen wacholderbetonten, aber zitrus-spritzigen Gin, wie ihn der Hayman’s London Dry Gin darstellt, vor und stellen ihn zwei anderen Ansätzen gegenüber: Zum einen einem fassgelagerten Gin, nämlich dem Hayman’s 1850 Reserve Gin Cask Rested. Und zum anderen einem sehr modernen Gin auf Basis eines Whiskey.

Die Fasslagerung scheint ein moderner Ansatz und der Whisk(e)y Produktion entlehnt. Man könnte meinen, der Gin soll damit veredelt und somit vielleicht auch teurer verkauft werden. Das ist sicherlich das Kalkül einiger Hersteller. Für junge Whisk(e)ydstillen ist es auch eine Möglichkeit, Umsätze während der langen Lagerzeit ihrer ersten Whisk(e)ys zu generieren. Hayman’s jedoch möchte damit auf die traditionelle Lagerung anspielen, die durch die Logistik im 19. Jahrhundert bedingt war und wie man Gin um 1850 getrunken hat (siehe unsere Beschreibung unten). Also ein Einblick in die Tradition und Historie des Gins.

Der FEW American Gin nutzt als Ausgangsbasis einen ungealterten (also nicht-fassgelagerten) Bourbon Whiskey statt eines Neutralalkohols und zeigt  einerseits die Experimentierfreude, andererseits aber auch (vielleicht unbewusst) die Gin-Tradition mit einem Geschmack, der an Genever erinnert.

Beide Varianten zeigen Tradition und Moderne und durch ihren Geschmack Parallelen zu Whisk(e)y. Unserer Meinung nach ein guter Start, Gin mit gleicher Hingabe, Ernsthaftigkeit, aber auch Freude zu entdecken, sammeln und zu verkosten. Cheers!

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Whisk(e)y oder Gin? Die Gin-Abobox Februar 2015

Gin-Abobox Februar 2015 - Hayman's London Dry Gin, Hayman's 1850 Reserve Gin Cask Rested, FEW American Gin
Hayman's London Dry Gin
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Hayman’s London Dry Gin

Gin Fakten

Art: London Dry Gin

Alkoholgehalt: 47 % vol – üblich sind beim Hayman’s London Dry Gin 40 % vol. Der Gin im Abo ist jedoch der etwas seltener zu bekommende Hayman’s London Dry mit 47 % vol.

Land: England, Vereinigtes Königreich.

Alter des Gins: 2008

Botanicals: Insgesamt enthält der Gin 10 Botanicals: Wacholder, Koriander, Zimt, Schwertlilienwurzel, Gewürzrinde, Orangenschale, Zitronenschale, Lakritz, Angelikawurzel, Muskatnuss.

Besonderheit des Gins: Vor der Destillation werden die Botanicals 24 Stunden lang im Kessel der Destille mazzeriert. Hayman’s London Dry Gin wird in über 40 Länder exportiert und profitiert so von der langjährigen Vertriebserfahrung von Christopher Hayman. Damit gehört Hayman’s London Dry Gin trotz jungen Alters zu den erfolgreichsten Gins weltweit.

Hersteller und Standort

Hayman Ltd. ist ein familiengeführtes Unternehmen aus England. Die Hayman Ltd., die noch bis vor kurzem ihren Gin von der Thames Distillery Ltd. aus London bezogen hat, produziert seit 2013 in einer eigenen Destille an ihrem Hauptstandort in Witham, einer Kleinstadt in der englischen Grafschaft Essex.

Historie

Die Geschichte der Marke lässt sich bis in das 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Zu dieser Zeit hieß das Unternehmen noch John Taylor & Sons. John Taylor veredelte Gins und verkaufte 1863 sein Unternehmen an James Burrough, einen Apotheker und Chemiker, der das Unternehmen umbenannte in „James Burrough, Distiller and Importer of Foreign Liqueurs“. Aus diesem Grund gilt das Jahr 1863 heute als Gründungsdatum des Unternehmens. Mit diesem geschichtlichen Hintergrund konnte Hayman‘s im Jahr 2013 sein 150 jähriges Jubiläum feiern, auch wenn das heutige Unternehmen und seine Gins etwas jünger sind.

Wie wurde aus dem einstigen Firmenname James Burrough Ltd. die Hayman Ltd.? Im Oktober 1987 wurde das bis dahin familiengeführte Unternehmen James Burrough Ltd. an Whitbread, einen großen Hotel-, Restaurant und Cafébetreiber sowie Investor, verkauft.

Christopher Hayman, ein Urenkel James Burroughs, war bis zum Verkauf stark in das Unternehmensgeschehen eingebunden und wurde deshalb nach der Übernahme von Whitbread Leiter der Spirituosenproduktion am Standort Laphroaig. Als Whitbread ein Jahr später im November 1988 entschied, einen Teil der Burrough Ltd. wieder zu verkaufen, schlugen Christopher und andere Familienmitglieder der Hayman‘s zu. Sie erwarben die James Burrough Ltd. Fine Alcohol Division (F.A.D.) mit Sitz in Witham. Mit einer großen Teilhaberschaft Christopher Hayman‘s an der Thames Destille in London und der F.A.D. konnten die Hayman‘s ihre Aktivitäten in der Gin-Industrie wieder aufnehmen.

Christopher Hayman kreiert Gins für Märkte wie die USA und Japan, die jedoch alle nicht den Namen Hayman in sich tragen. 1999 wir das Unternehmen umbenannt in Hayman Ltd. Im Jahr 2004 wird sein Sohn James in die Geschäftstätigkeiten eingebunden und der Hayman’s 1820 Gin Liqueur auf den Markt gebracht.

Durch James Burrough besteht zwischen Hayman‘s und Beefeater ein interessanter Zusammenhang. James Burrough war Apotheker und Chemiker. Mithilfe seiner Chemiekenntnisse verbesserte er kontinuierlich Rezepte verschiedener Gins und Kräuterliköre. Aus diesen Experimenten entstand unter anderem der überaus erfolgreiche und heute weltbekannte Gin namens Beefeater, dessen Rezept bereits in Schriftstücken des Unternehmens aus dem Jahr 1876 dokumentiert ist.

Weitere Marken

Heute besteht das Unternehmensportfolio aus insgesamt 6 verschiedenen traditionellen Gins, die allesamt stark an die alten Rezepte aus dem 18. Jahrhundert anlehnen. Neben dem 2004 vorgestellten Hayman’s 1820 Liqueur gehört dazu der Hayman’s Old Tom Gin, der Hayman’s Sloe Gin, der Royal Dock Navy Strength und die beiden Hayman‘s in unserer Abobox: der Hayman’s London Dry Gin und der Hayman‘s 1850 Reserve Gin.

Hayman’s 1850 Reserve Gin Cask Rested

Gin Fakten

Art: London Dry Gin

Alkoholgehalt: 40 % vol

Land: England, Vereinigtes Königreich.

Alter des Gins: 2008

Botanicals: Insgesamt enthält der Gin 10 Botanicals: Wacholder, Koriander, Zimt, Schwertlilienwurzel, Gewürzrinde, Orangenschale, Zitronenschale, Lakritz, Angelikawurzel, Muskatnuss

Besonderheit des Gins:

Dieser Gin ist eine Hommage an die Zeiten in denen Gin noch in Fässern gelagert werden musste. Erst als 1861 der Single Bottle Act durch den Schatzkanzler William Gladstone eingeführt wurde, durften Spirituosen in Flaschen abgefüllt werden. Durch die drei- bis vierwöchige Fasslagerung in ehemaligen Scotch-Whisky-Fässern und Verwendung eines traditionellen Rezepts, soll dieser Gin an Gins der 1850er Jahren erinnern. Diese Eigenschaften machen den Hayman’s 1850 Reserve Gin Cask Rested zu einer Art historischen Gin.

Er wird in kleinen Batches zu je 5.000 Stück hergestellt, bei der jede Flasche mit einer eigenen Nummer versehen wird.

Da immer seit der Einführung des Hayman’s 1850 Reserve Gin Cask Rested immer mehr Hersteller auf die Veredlung ihrer Gins durch Fasslagerung und ähnliche Verfahren setzen, wollte sich Hayman Ltd. von diesem Trend abgrenzen und änderte kürzlich den Namen in Hayman’s Family Reserve Gin und verzichtet damit bewusst auf den Zusatz „Cask Rested“ (Fasslagerung). Der Gin ist nämlich nicht als Teil dieses Trends gedacht. Vielmehr ist mit der Lagerung im Fass beabsichtigt, den Geschmack der Gins in den Ginpalästen der 1850er Jahre zu erinnern, in denen der Gin direkt aus den Fässern serviert wurde.

Hayman's 1850 Reserve Gin Cask Rested
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FEW American Gin
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FEW American Gin

Gin Fakten

Art: Distilled Gin

Alkoholgehalt: 40 % vol

Land: USA

Alter des Gins: 2011

Botanicals: Insgesamt enthält der Gin 11 Botanicals, darunter Wacholder, Zitronenschale, Limettenschale, Orangenschale, Tahiti-Vanille, Zimtkassie, Paradieskörner, Hopfen.

Besonderheit des Gins:

Als Basisalkohol für diesen Gin verwendet die F.E.W. Spirits Distillery ihr eigenes, würziges Getreidedestillat. Es ist dasselbe Destillat, welches Sie auch als Basis für ihre Whiskeys verwenden. Hierin liegt ein deutlicher Unterschied des F.E.W. American Gins zu herkömmlichen Gins. Denn normalerweise wird für einen Gin als Basis neutraler Agraralkohol verwendet.

F.E.W. Spirits Distillery ist eine kleine Destille in Evanston, Illinois, ein kleines Städtchen vor den Türen Chicagos.

Standort

Evanston als Standort einer Destille klingt zunächst recht unspektakulär. Doch noch vor nicht allzu langer Zeit war hier der Genuss von Alkohol verboten. Evanston ist um 1850 entstanden und war seit 1858 eine „dry community“. Die Herstellung, der Verkauf und der Konsum von Alkohol war seither strikt verboten. Nicht verwunderlich dass hier der Hauptsitz der Women’s Christian Temperance Union, einer Frauenbewegung, war, die für das Alkoholverbot kämpfte. Mitgründerin und langjährige Präsidentin der Bewegung war Frances Elizabeth Willard. Die Anfangsbuchstaben ihres Namens ergeben F.E.W. Der größte Erfolg der Bewegung war 1920 mit dem Inkrafttreten des 18. Zusatzartikels zur Verfassung der Vereinigten Staaten. Dieser wurde zwar im Dezember 1933 wieder außer Kraft gesetzt, doch dauerte es gute weitere 40 Jahre, bis es für Restaurants und Hotels in Evanston wieder gestattet wurde, in deren eigenen vier Wänden Alkohol anzubieten. Ab 1984 durfte der Einzelhandel innerhalb der Stadtgrenze Alkohol vertreiben. Damit war der Prohibition auch in Evanston ein Ende gesetzt.

Organisationsstruktur

Die F.E.W. Spirits Distillery ist eine kleine Spirituosenmanufaktur mit ca. 10 Mitarbeitern, die von Paul Hletko gegründet wurde. Der Name leitet sich also nicht nur von Frances Elizabeth Willard ab, sondern soll auch als ein kleines Wortspiel verstanden werden. Für ihre Produkte wird der Ansatz „vom Korn bis in die Flasche“ verfolgt. Das bedeutet, dass alle Produktionsschritte zur Spirituosenherstellung selbst durchgeführt werden und so eine äußerst hohe Produktqualität erzielt werden kann.

Weitere Marken/Produkte

Seit 2011 wird in der F.E.W Spirits Distillery vor allem Whiskey und Gin produziert. Es gibt mittlerweile neben dem F.E.W. American Gin noch 10 weitere Spirituosen, davon 2 weitere Gin-Sorten:

  • FEW Bourbon Whiskey Cask Strength – Batch 14-62 (75cl, 58.70%)
  • FEW Barrel-Aged Gin
  • FEW Rye Whiskey
  • FEW Single Malt
  • FEW Standard Issue Gin
  • FEW Bourbon Whiskey
  • FEW White Dog
  • FEW Barrel-Aged Gin Cask Strength
  • FEW Bourbon Whiskey Cask Strength
  • FEW Grappa

Degustation

Nun geht es an die Verkostung der drei Gins unserer Gin-Abobox im Februar 2015. Wir empfehlen, jeden Gin zunächst pur zu probieren und dann in einem Gin & Tonic oder aber in einem Cocktail zu verkosten. Hierzu geben wir Empfehlungen hinsichtlich der Wahl des Tonics und der Drink-Rezepte. Aber bleibt kreativ und probiert gerne eure eigenen Kombinationen aus.

Hinsichtlich der Reihenfolge schlagen wir vor, entweder den London Dry, dann den Reserve und dann den American Gin zu verkosten. Oder aber ihr nehmt den London Dry jeweils als Referenz zur Verkostung des Reserve und des American Gin.

Cheers!

Hayman’s London Dry Gin (47% vol)

Erscheinungsbild

Der Gin an sich ist klar und weist keine optischen Besonderheiten auf. Das aktuelle Flaschen- und Logodesign wird seit dem Jubiläum im Jahr 2013 verwendet und ist eine Hommage an eine Flasche aus dem Jahr 1947, dem Geburtsjahr von Christopher Hayman.

Aroma

Der Geruch des Gins wird dominiert von Wacholder, Koriander und Zitrusnoten. Alkoholnoten sind nicht vorhanden. Weitere Geruchsnoten sind nicht erkennbar. So ist sein Geruch sehr frisch, jedoch nicht komplex.

Geschmack

Der Geruch wird im Mund bestätigt und durch eine milde Schärfe und schokoladige Süße ergänzt. Begleitet wird der Geschmack durch eine sehr schwache Lakritznote, die im Abgang an Schärfe gewinnt. Der Geschmack ist eher klassisch konzentriert als komplex und der Abgang hält nicht besonders lange an.

Rezeptempfehlung

Wir haben die Empfehlung von Hayman’s probiert und mit dem Gin einen klassischen Martini gemixt.

Dafür den Hayman’s London Dry Gin im Verhältnis zwischen 3:1 und 6:1 mit Wermut eurer Wahl (trockener Wermut muss es sein, mehr Gin als Wermut) in einem Rührglas mit viel Eis verrühren oder in einem Cocktailshaker mit viel Eis shaken und und in ein vorgekühltes Martiniglas abseihen. Eis kommt nicht ins Glas, höchstens eine Zitronenzeste (frischer Geschmack) oder eine Olive (salzig-herber Geschmack; aber nicht die in Kräuter eingelegten Oliven nehmen). Cheers!

Hayman’s 1850 Reserve Gin Cask Rested (40% vol)

Erscheinungsbild

Das aktuelle bauchige Flaschen- und Logodesign wird an das kantigere Flaschen- und Logodesign der Jubiläumsflaschen aus dem Jahr 2013 angepasst werden. Trotz Fasslagerung weist der Gin keinerlei erkennbare Verfärbungen auf.

Aroma

In der Nase dominiert der Geruch von Wacholder und Koriander. Dabei werden diese Aromen mit leichten, süßlichen Akzenten umspielt. Insgesamt finden wir besitzt er einen klaren und angenehm süßlichen Geruch.

Geschmack

Der Gin ist im Mund überraschend süß. Sein traditionelles Rezept wird durch einen deutlichen Wacholder- und Koriandergeschmack bestätigt. Es ist auch etwas Lakritz und pfeffrige Schärfe auszumachen. Insgesamt macht der Gin einen milden und runden Eindruck. Die Fasslagerung hat den Geschmack des Gins nicht so stark beeinflusst, wie wir vermutet haben. Sie ist nur dezent wahrnehmbar und wirkt ausgeglichen.

Rezeptempfehlung

Probiert doch den Hayman’s 1850 Reserve Gin als Basis für ein Gimlet mit selbstgemachtem Lime Juice Cordial Juice (Limettensirup). 6cl Gin, 4 cl Lime Juice Cordial und ein Barlöffel frischer Limettensaft. Alles eiskalt shaken und in ein vorgekühltes Martiniglas ohne Eis abseihen. Aber seid sowohl beim Verwenden des Gins für Cocktails und beim Genuss mit einem Gin & Tonic vorsichtig mit dem Mischungsverhältnis. Der 1850 ist relativ mild und geht schnell in einem Cocktail oder einem Gin & Tonic unter. Cheers!

FEW American Gin (40% vol)

Erscheinungsbild

Alle Destillate aus dem Hause F.E.W. besitzen dieselbe schwere und kantige Flaschenform.  Der Inhalt der Flasche ist klar und weist keinerlei Verfärbungen auf. Das Anbringen und Beschriften der Etiketten geschieht durch Handarbeit. Die Darstellungen auf dem Etikett der Spirituosen von F.E.W sind Gegenstände der Weltausstellung von 1893 in Chicago. Mit seiner Höhe von 80,5 Metern war das Riesenrad von George Washington Gale Ferris die Hauptattraktion der Ausstellung und ist auf dem Etikett des American Dry Gin abgebildet.

Aroma

Am Geruch des Gins erkennt man sofort die Wurzeln des Gins. Das Aroma des Gins ist sehr würzig und wird durch einen Mix aus Getreide und etwas Vanille dominiert. Die Whiskeybasis ist in der Nase von Anfang an unverkennbar. Zu diesem kräftigen Erscheinungsbild gesellt sich das für Gin typische Wacholderaroma. Hinzu kommt, mit einer kleinen Verzögerung, das Aroma von frischer Zitrone. Vollendet wird das Gesamtaroma durch leichte Akzente von Kardamom und Nelke. Eine Alkoholnote sucht man vergebens. Trotz aller Botanicals bleibt nach wie vor der Whiskeygeruch im Vordergrund.

Geschmack

Wie in der Nase kann der F.E.W. American Gin auch in der Nase seinen Whiskeybezug nicht leugnen.  Auch im Mund setzt sich die Getreidenote fort. Im Gaumen findet ein weiches und harmonisches Zusammenspiel von starkem Wacholder und süßer Vanille sowie frischer Zitrone statt. Der positive Eindruck aus Nase und Gaumen wird nicht getrübt und bleibt lange erhalten. Insgesamt ist der Abgang rund und samtig weich.

Rezeptempfehlung

Der Gin eignet sich unserer Meinung nach bestens für den puren Genuss – also gerne statt der 1cl auch mehr davon pur genießen. Als Gin & Tonic konnte er uns mit Thomas Henry Tonic Water überzeugen, denn dieses Tonic hat genug Kraft, dem Gin Paroli zu bieten. Sein Können konnte er bei uns jedoch auch als Basis für einen Gin Fizz unter Beweis stellen. Dazu 5cl Gin, 3cl Zitronensaft und ein bisschen Zuckersirup eiskalt und kräftig shaken, in ein Longdrinkglas mit Eis abseihen, mit Soda auffüllen. Cheers!