{"id":461,"date":"2014-12-14T00:37:40","date_gmt":"2014-12-13T23:37:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gebruedergin.de\/wp\/?p=461"},"modified":"2014-12-20T21:53:52","modified_gmt":"2014-12-20T20:53:52","slug":"eigenen-sloe-gin-ansetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gebruedergin.de\/wp\/eigenen-sloe-gin-ansetzen\/","title":{"rendered":"Einen eigenen Sloe Gin ansetzen"},"content":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen eigenen Sloe Gin ansetzen ist das perfekte Vorhaben f\u00fcr einen\u00a0kommenden\u00a0Winter: Mit dem ersten Frost verlieren Schlehen (oder genauer: Schlehdorn) ihre extreme Bitterkeit und k\u00f6nnen zu einem Sloe Gin angesetzt werden. Dabei handelt es sich um einen Lik\u00f6r auf der Basis von Gin, in dem Schlehen mazeriert werden. Anschlie\u00dfend wird Zuckersirup dazu gegeben. Nat\u00fcrlich kann man auch gute Sloe Gins kaufen: Der g\u00fcnstige und gute Einstieg ist der Gordons Sloe Gin, ein sehr gutes Preis-Leistungsverh\u00e4ltnis bietet der Sipsmith Sloe Gin und teuer, aber au\u00dfergew\u00f6hnlich in der Tr\u00fcbung und seinem Geschmack ist der Monkey 47 Sloe Gin. Aber man\u00a0kann und sollte auch einmal selbst einen Ansatz wagen, schlie\u00dflich w\u00e4chst Schlehdorn\u00a0in den l\u00e4ndlichen Gebieten oft\u00a0am Wegesrand und die Schlehen k\u00f6nnen frei gepfl\u00fcckt werden. Der eigene Sloe Gin schmeckt noch einmal wesentlich intensiver nach Schlehe, als gekaufte Produkte. Das\u00a0typische Aroma ist aufgrund der Blaus\u00e4ure\u00a0\u00fcbrigens Bittermandel.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_separator color=&#8220;custom&#8220; el_width=&#8220;100&#8243; el_align=&#8220;center&#8220; accent_color=&#8220;#d2ab67&#8243; style=&#8220;dotted&#8220;][vc_gallery type=&#8220;image_grid&#8220; interval=&#8220;3&#8243; images=&#8220;429,425,424,426&#8243; onclick=&#8220;link_image&#8220; custom_links_target=&#8220;_self&#8220; img_size=&#8220;thumbnail&#8220;][vc_separator color=&#8220;custom&#8220; el_width=&#8220;100&#8243; el_align=&#8220;center&#8220; accent_color=&#8220;#d2ab67&#8243; style=&#8220;dotted&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die relativ dornigen B\u00fcsche erschweren zwar\u00a0das Pfl\u00fccken und man hat danach unter Umst\u00e4nden zerkratzte H\u00e4nde. Aber unsere Ausbeute nach ca. einer Stunde mit vier Leuten\u00a0waren 3,5 kg \u2013 da kann man schon einiges an Sloe Gin ansetzen! Nach dem Pfl\u00fccken der Schlehen m\u00fcssen diese \u2013 ruhig mehrmals \u2013 gut gewaschen werden. Alle \u00c4ste, Bl\u00e4tter und sonstige Fremdk\u00f6rper m\u00fcssen gr\u00fcndlich aussortiert werden. Man kann die Schale anpieksen, damit die Schlehen ihre Farb- und Geschmacksstoffe besser abgeben k\u00f6nnen. Zum Beispiel einfach mit einem Zahnstocher jede Schlehe ein oder zweimal anstechen. Wir haben sie noch drei Tage im Tiefk\u00fchlfach gelagert, da wir nicht sicher waren, ob alle Schlehen Frost abbekommen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun ben\u00f6tigt man einen Gin zum mazerieren. Der Gin ist die Basis f\u00fcr den Schlehenlik\u00f6r. Dieser sollte hochprozentig sein, z. B. 47 % vol. haben, aber muss nicht unbedingt teuer sein: der Finsbury Platinum bietet sich an! Allerdings probieren wir auch den Monkey 47 aus, um unseren selbstgemachten Sloe Gin mit dem Sloe Gin aus der Produktpalette von Monkey 47 zu vergleichen. Au\u00dferdem nehmen wir noch den zitruslastigen Tanqueray Ten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Schlehen werden zusammen mit dem Gin je nach gew\u00fcnschter Intensit\u00e4t im Verh\u00e4ltnis 1:1 oder 2:1 in Gef\u00e4\u00dfe gegeben (bis zum Rand f\u00fcllen) und luftdicht verschlossen. Braune Weithalsgl\u00e4ser aus dem Laborbedarf sind am praktischsten, da die gro\u00dfe \u00d6ffnung das einf\u00fcllen erleichtert und die Deckel relativ dicht sind. Au\u00dferdem bieten sie einen Lichtschutz w\u00e4hrend der Lagerung. Bei den Milchflaschen, die wir verwendet haben, liefen einige Flaschen aus, so dass wir umf\u00fcllen mussten \u2013 das B\u00fcgelglas (normalerweise f\u00fcr M\u00fcsli genutzt) muss mit einem Dichtungsring versehen werden, ist aber besonders f\u00fcr gro\u00dfe Mengen praktisch, da es das gr\u00f6\u00dfte Fassungsverm\u00f6gen besitzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir testen verschiedene Mischungsverh\u00e4ltnisse und nehmen manchmal Zucker direkt mit dazu. In den anderen F\u00e4llen wird der Zucker sp\u00e4ter als Sirup dazu gegeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die verschlossenen Gef\u00e4\u00dfe m\u00f6glichst dunkel und bei Zimmertemperatur\u00a0lagern. Die Lagerzeit betr\u00e4gt 4 bis 8 Wochen. Dabei sollte man alle paar Tage die Schlehen aufsch\u00fctteln oder das Gef\u00e4\u00df herumdrehen (Achtung: Besser \u00fcber der Sp\u00fcle, falls die Gl\u00e4ser auslaufen).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Alle unsere Schlehen angesetzt ergibt sich folgendes\u00a0Zwischenergebnis \u2013 weiter geht es nach ca. 2 Monaten mit der Filtrierung und der Abf\u00fcllung.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_separator color=&#8220;custom&#8220; el_width=&#8220;100&#8243; el_align=&#8220;center&#8220; accent_color=&#8220;#d2ab67&#8243; style=&#8220;dotted&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;2\/3&#8243;][vc_single_image image=&#8220;525&#8243; border_color=&#8220;grey&#8220; img_link_target=&#8220;_self&#8220; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/3&#8243;][vc_gallery type=&#8220;image_grid&#8220; interval=&#8220;3&#8243; images=&#8220;427,428&#8243; onclick=&#8220;link_no&#8220; custom_links_target=&#8220;_self&#8220; img_size=&#8220;thumbnail&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_separator color=&#8220;custom&#8220; el_width=&#8220;100&#8243; el_align=&#8220;center&#8220; accent_color=&#8220;#d2ab67&#8243; style=&#8220;dotted&#8220;][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach fast 10 Wochen der Mazeration, bei der ca. alle 3 Tage das Glas kurz gewendet und die Schlehen aufgesch\u00fcttelt wurden, \u00f6ffnen wir die Gl\u00e4ser und starten die Filtrierung. Denn es haben sich viele Trubstoffe gebildet, so dass ein einfaches Sieben des Sloe Gin Ansatzes nicht ausreicht. Wir verwenden Kaffeefilter. Man braucht aber eine ganze Menge davon, denn die Filter sind schnell verstopft. Ein Leinentuch ist hier umweltschonender.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Filtrierung bauen wir uns aus einem Mikrowellenrost, einem Bierdeckelhalter, einem Trichter sowie drei Vorratsdosen eine Vorrichtung, bei der wir den Sloe Gin Ansatz\u00a0immer wieder in den Filter nachgie\u00dfen k\u00f6nnen und der Sloe Gin langsam in einen Beh\u00e4lter flie\u00dfen kann. Denn es dauert recht lange, bis alles durchgeflossen ist und das Halten mit der Hand w\u00e4re recht anstrengend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den filtrierten Sloe Gin f\u00fcllen wir in gut ges\u00e4uberte und sterilisierte Flaschen ab. Die Ans\u00e4tze ohne Zucker m\u00fcssen wir noch mir Zuckersirup versetzen, dazu einfach 500g Zucker mit 250ml Wasser zu einem Sirup einkochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun lassen wir den Sloe Gin noch einmal knapp 3 Wochen ruhen, bis er getrunken werden kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir stellen fest, dass die Ans\u00e4tze im Verh\u00e4ltnis 2:1 (Schlehen zu Gin) deutlich tr\u00fcber sind als die Ans\u00e4tze im Verh\u00e4ltnis 1:1. Wir beurteilen alle Ans\u00e4tze anhand der Farbe, des Geruchs und des Geschmacks.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_separator color=&#8220;custom&#8220; el_width=&#8220;100&#8243; el_align=&#8220;center&#8220; accent_color=&#8220;#d2ab67&#8243; style=&#8220;dotted&#8220;][\/vc_column][vc_column][vc_single_image image=&#8220;526&#8243; border_color=&#8220;grey&#8220; img_link_target=&#8220;_self&#8220; img_size=&#8220;full&#8220; alignment=&#8220;center&#8220;][vc_separator color=&#8220;custom&#8220; el_width=&#8220;100&#8243; el_align=&#8220;center&#8220; accent_color=&#8220;#d2ab67&#8243; style=&#8220;dotted&#8220;][vc_gallery type=&#8220;image_grid&#8220; interval=&#8220;3&#8243; images=&#8220;430,431,433,432&#8243; onclick=&#8220;link_image&#8220; custom_links_target=&#8220;_self&#8220; img_size=&#8220;thumbnail&#8220;][vc_separator color=&#8220;custom&#8220; el_width=&#8220;100&#8243; el_align=&#8220;center&#8220; accent_color=&#8220;#d2ab67&#8243; style=&#8220;dotted&#8220;][\/vc_column][vc_column][vc_column_text]<strong>Unser Fazit:<\/strong><\/p>\n<p>Am besten hat uns der Sloe Gin aus folgendem\u00a0Ansatz geschmeckt:<\/p>\n<p><strong>450ml\u00a0Finsbury Platinum Gin<\/strong><br \/>\n<strong>500g Schlehen<\/strong><br \/>\n<strong>250g brauner Kandiszucker<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Mischungsverh\u00e4ltnis 1:1 erzielt eine sch\u00f6nere Farbe als wenn man mehr Schlehen hinzugibt. Der Ansatz aus dem B\u00fcgelglas war defekt, vermutlich war der Dichtungsring nicht mehr in Ordnung. Braune Weithalsgl\u00e4ser eignen sich prima. Zucker direkt im Ansatz war vom Geschmack runder als die Zugabe von Zuckersirup. Es kann zwar auch teurer Gin genutzt werden (schmeckten auch sehr gut), im Sinne eines guten Preis-Leistungsverh\u00e4ltnis reicht der Finsbury Platinum aber aus.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_separator color=&#8220;custom&#8220; el_width=&#8220;100&#8243; el_align=&#8220;center&#8220; accent_color=&#8220;#d2ab67&#8243; style=&#8220;dotted&#8220;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row overlay_color_opacity=&#8220;50&#8243; overlay_pattern_opacity=&#8220;50&#8243;][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text el_class=&#8220;product_title entry-title&#8220;]&#8220;Vitamine f\u00fcr M\u00e4nner&#8220;[\/vc_column_text][vc_column_text]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie man einen Sloe Gin selber macht, k\u00f6nnt ihr auch in der\u00a0BEEF! nachlesen. Unser Sloe Gin Experiment\u00a0wurde n\u00e4mlich in dem BEEF!\u00a0Sonderheft &#8222;99 Abenteuer f\u00fcr Kerle&#8220; als Abenteuer Nr. 35 aufgenommen. Die BEEF! schreibt: &#8222;Schlehen-Gin ist nicht so s\u00fc\u00df wie andere Lik\u00f6re, und er hat mehr Wumms. Pur trinken, als &#8222;Sloe Gin &amp; Tonic&#8220; oder &#8222;Sloe Gin Fizz&#8220;! Das Rezept entspricht genau unserem Lieblingsansatz.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_button title=&#8220;Ab zum BEEF! Sonderheft&#8220; target=&#8220;_self&#8220; custom_color=&#8220;#3a4760&#8243; custom_icon=&#8220;_none&#8220; custom_pos=&#8220;top&#8220; href=&#8220;http:\/\/www.beef.de\/beef-sonderheft-%E2%80%9E99-abenteuer-fuer-kerle%E2%80%9D-369&#8243;][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_gallery type=&#8220;nivo&#8220; interval=&#8220;3&#8243; images=&#8220;456&#8243; onclick=&#8220;link_image&#8220; custom_links_target=&#8220;_self&#8220; img_size=&#8220;medium&#8220;][vc_gallery type=&#8220;flexslider_fade&#8220; interval=&#8220;3&#8243; images=&#8220;470,469,474&#8243; onclick=&#8220;link_no&#8220; custom_links_target=&#8220;_self&#8220; img_size=&#8220;medium&#8220;][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text] Einen eigenen Sloe Gin ansetzen ist das perfekte Vorhaben f\u00fcr einen\u00a0kommenden\u00a0Winter: Mit dem ersten Frost verlieren Schlehen (oder genauer: Schlehdorn) ihre extreme Bitterkeit und k\u00f6nnen zu einem Sloe Gin angesetzt werden. 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